Erschienen bzw. besprochen 2017 (Auswahl)

Reinhard Piechocki: "Unter Blumen eingesenkte Kanonen"


Chopins Musik in dunkler Zeit (1933-1945)
294 Seiten / Broschur
Preis: € 29,00
Staccato Verlag, Düsseldorf, April 2017

Vgl. https://www.br-klassik.de/
https://www.swr.de/

Peter Matthews: Harro Harring. Rebell der Freiheit.


Seine Biographie ist „eine prima Einstiegsdroge in die deutsche Geschichte von 1810 bis 1870.“
Der Schriftsteller und Heine-Freund Harro Paul Harring (1798-1870), 22-mal in Knast und Abschiebehaft, ist mit einiger Sicherheit der meistverhaftete, meistverbotene, meistabgeschobene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts.“
Er „traf Bertel Thorvaldsen in Rom, Caspar David Friedrich in Dresden, saß da mit Schopenhauer im Kaffeehaus und mit Tieck, in Leipzig mit Robert Schumann. Machte mit den italienischen Nationalverteidigern Mazzini und Garibaldi gemeinsame Sache und sich in Brasilien unbeliebt wegen seines Einsatzes gegen die Sklaverei.“

Vgl. Elmar Krekeler, Der gefährlichste Deutsche der Welt, in: Die Welt, 11.9.2017: https://www.welt.de/kultur/

Raika Simone Maier: „Lernen, Singen und Lehren“


Lula Mysz-Gmeiner (1876-1948), Mezzsosopranistin und Gesangspädagogin
von Bockel Verlag Neumünster, 2017
480 Seiten, ISBN 978-3-95675-015-1, 39,80 Euro

„Richard Strauss und Max Reger liebten ihre Stimme, Johannes Brahms schätzte ihr Talent. Die 1876 in Kronstadt geborene Sängerin Lula Mysz-Gmeiner gehörte zu den führenden Liedinterpretinnen ihrer Zeit“, die natürlich auch Schumann-Lieder gesungen hat.
„Literatur über die Mezzosopranistin gab es bislang jedoch so gut wie nicht. Nun hat Raika Simone Maier eine umfassende Biografie vorgelegt.“
Vgl. Johannes Killyen in: https://www.siebenbuerger.de/

András Schiff: "Musik kommt aus der Stille. Gespräche mit Martin Meyer. Essays"


In seinem im Frühjahr 2017 erschienenen Buch „über Komponisten, Werke, das Leben als Musikinterpret und vor allem über sich selbst“ bricht der bekennende Schumann-Liebhaber, seit 2013 auch Mitglied im Schumann-Forum, mehr als eine Lanze für Robert Schumann, den er als „einen grundlegenden Erneuerer der Musik (würdigt), der die traditionellen Formen und Gattungen entscheidend weiterentwickelt hat. Noch deutlicher ist sein Plädoyer für die oft unterschätzten späten Werke Schumanns: Das Spätwerk ist herrlich und muss verteidigt werden gegen das Verdikt, dass es minderwertig sei. Leider haben auch Clara Schumann und Brahms diesem Vorurteil Vorschub geleistet und Werke für die Aufführungen gesperrt oder gar Manuskripte verbrannt. Schlimm! So bleibt an Schumann leider auch das Etikett des Verrückten hängen.“ Gleichzeitig mahnt Schiff, „dass man die Werke Schumanns nicht zu vorsichtig spielen dürfe und durchaus das Risiko suchen solle, selbst wenn man nicht alle Töne genau trifft. In diesem Zusammenhang erinnert er an Klavierabende mit Annie Fischer und Sviatoslav Richter: Da stimmte gar nichts; dennoch war die ganze Gestik großartig, besser als nur die richtigen Noten."

Vgl.Christoph Vratz, in: http://www.deutschlandfunk.de/

Briefwechsel von Clara und Eugenie Schumann II: 1889 bis 1896


Schumann-Briefedition Serie 1: Familienbriefwechsel, Band 9
hrsg. von Christina Siegfried
650 S., Register, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86846-011-7
EURO 79,80 (Einzelbezug); Subskriptionspreise: EURO 74,80 (Serie); EURO 69,80 (Gesamtedition)

Erscheinungsdatum: August 2017
Vgl. http://www.schumann-briefe.de/

Paul Blackman

Christian Reimers. A spirited performer.
The life of a cellist, artist and spiritualist.
Foreword by Steven Isserlis
Paperback, 2017

In Deutschland erhältlich an den Museums-Kassen des StadtMuseum Bonn und des Robert-Schumann-Hauses Zwickau und per E-Mail-Order: Stadtmuseum@bonn.de

20 € (Porto nicht eingeschlossen)

Robert Schumann: Faschingsschwank aus Wien op. 26


Nach den Quellen hrsg. von Michael Beiche.
Fingersätze und Hinweise zur Interpretation von Tobias Koch
56 Seiten
Wiener Urtext Edition
ISBN: 978-3-85055-777-1
ISMN:979-0-50057-398-2

„Robert Schumanns Faschingsschwank aus Wien op. 26 zählt zu den beliebtesten und meist studierten Klavierzyklen des Komponisten. Das ursprünglich als “große romantische Sonate” gedachte Werk entfaltet in seinem rondoartigen ersten Satz Bilder eines bunten Faschingstreibens. Die Ausgabe basiert auf dem Notentext der Neuen Schumann Gesamtausgabe und repräsentiert damit den neuesten Stand der Schumann-Forschung. Die Interpretationshinweise von Tobias Koch orientieren sich am Klangbild der Hammerflügel aus Schumanns Zeit.

Vgl. https://de.schott-music.com/